Zum Hauptinhalt springen

Wir informieren offen und sensibel - und bewahren Wissen, das Leben retten kann.

Newsblog der DGS – Aktuelles aus der Welt der Suizidprävention

Die Suizidprävention ist ein vielseitiges und lebendiges Themenfeld, das sich kontinuierlich weiterentwickelt. Mit dem Newsblog stellt die DGS ein zentrales Sprachrohr für Aktuelles, Hintergründe und Impulse aus der Welt der Suizidprävention bereit – regelmäßig aktualisiert und klar strukturiert.

Hier finden Sie Veranstaltungshinweise sowie Beiträge der DGS und unserer Netzwerkpartner zu gesellschaftlichen, wissenschaftlichen, politischen oder kulturellen Themen – stets mit eindeutigem Bezug zur Suizidologie und Suizidprävention. Ziel ist es, Informationen sichtbar zu machen, Wissen zu teilen und so den fachlichen wie auch den gesellschaftlichen Austausch zu fördern.

Die integrierte Filterfunktion ermöglicht eine gezielte Suche. Über die Kategorienauswahl lassen sich unterschiedliche Interessensgebiete direkt ansteuern, während der Filter „Netzwerkakteure“ speziell Beiträge der DGS oder unserer Kooperationspartner anzeigt. So bleibt der Newsblog für Fachpublikum, Medienschaffende und interessierte Öffentlichkeit eine zentrale und verlässliche Informationsquelle.

Kategorien
Netzwerkakteure
Das Bild zeigt die Demonstration zu den Honorarkürzungen in der Psychotherapie vom 15.04.2026 in Berlin

Pressemitteilung: Wer an Psychotherapie spart, gefährdet Suizidprävention

Die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) kritisiert entschieden die zum 1. April 2026 vom Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen beschlossene Absenkung der Vergütung ambulanter psychotherapeutischer Leistungen um 4,5 Prozent. Diese Entscheidung gefährdet die psychotherapeutische Versorgung und trifft damit eine der wichtigsten Säulen der Suizidprävention in ihrem Kern.

Psychotherapeutische Behandlung ist ein zentraler Schutzfaktor in suizidalen Krisen. Sie ermöglicht es, Menschen frühzeitig zu erreichen, zu stabilisieren und langfristig zu begleiten. Bereits heute ist der Zugang zur Versorgung durch lange Wartezeiten erheblich eingeschränkt: Im Durchschnitt warten Menschen in Deutschland 142 Tage auf einen Therapieplatz. Die aktuellen Kürzungen werden diese Situation weiter verschärfen.


Blogbeitrag lesen
Gemälde „Der Tod der Ophelia“ von Friedrich Wilhelm Theodor Heyser (1900)

Kunst als Spiegel der Seele – Warum fasziniert uns Ophelias Tod seit 400 Jahren?

Das Bild zeigt Ophelia, eine der bekanntesten Figuren der Literatur- und Kunstgeschichte. Seit über 400 Jahren bewegt ihre Geschichte Menschen weltweit. Ophelia stammt aus dem Theaterstück Hamlet von William Shakespeare. Nach dem Tod ihres Vaters, der Zurückweisung durch Hamlet und dem Verlust von Halt gerät sie in eine tiefe Krise. Am Ende ertrinkt sie im Wasser, ob Unfall oder Suizid bleibt offen. Gerade diese Ambivalenz beschäftigt Kunst, Literatur und Gesellschaft bis heute.

Warum fasziniert uns Ophelia so sehr?

Die Figur der Ophelia wird seit Jahrhunderten in Kunst und Literatur rezipiert. Sie gilt häufig als Symbol für Verletzlichkeit, emotionale Überforderung und die Darstellung psychischer Krisen.
Auch in der zeitgenössischen Popkultur bleibt Ophelia präsent, etwa durch den Song “The Fate of Ophelia” von Taylor Swift. Dies zeigt, dass die Figur weiterhin kulturelle Resonanz erzeugt.


Blogbeitrag lesen

Medientipp: N2E – „In meinem Kopf“ – Ein Lied zum Gedenken

Dany und Chris kommen aus dem Raum Würzburg und teilen eine tiefe Leidenschaft für Musik. Für sie ist sie Ausdruck, Therapie und Lebensbegleiter.

Kennengelernt haben sie sich über ihren gemeinsamen Freund Christoph: aus Trauer wurde Freundschaft und musikalische Verbindung – und schließlich die Band N2E.

Der Song entstand nach dem Suizid ihres engen Freundes Christoph. Er verarbeitet Schock, Trauer, Ohnmacht und die Frage nach dem „Warum“.

Dany und Chris wollten einen Weg finden, mit dem Verlust umzugehen und zeigen, wie wichtig Reden, Pausen und das Annehmen von Hilfe sind.

Coverbild zum Song „In meinem Kopf“ von N2E

Blogbeitrag lesen
Beitragsbild zu Mutpost.de

mutpost.de: Briefe, die Hoffnung stiften

Unser Netzwerkpartner, das Werner-Felber-Institut aus Dresden, hat mit Mutpost eine neue Online-Plattform gestartet, die Menschen in psychischen Krisen Hoffnung und Unterstützung vermitteln soll.

Die Idee basiert auf einem internationalen Vorbild: Der Aktivist Ben West startete nach dem Suizid seines Bruders Sam die Website „Reasons to Stay“, auf der inzwischen Hunderttausende Menschen Briefe mit hoffnungsvollen Botschaften für andere in Krisen veröffentlicht haben.

Mutpost überträgt dieses Konzept in den deutschsprachigen Raum. Über ein Kontaktformular können Menschen persönliche Briefe einreichen, in denen sie von ihren Erfahrungen berichten und anderen Mut machen. Alle Beiträge werden vor der Veröffentlichung von Fachpersonen moderiert, um einen sensiblen und verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema sicherzustellen.

Die Plattform setzt gezielt auf den Papageno-Effekt: Wenn Menschen erfahren, dass andere Krisen überwunden haben und Wege aus schwierigen Situationen gefunden haben, kann das Hoffnung stärken und dazu ermutigen, Hilfe anzunehmen. Neben den Briefen bietet Mutpost auch einen Soforthilfe-Button sowie einen Verweis auf den DGS-Hilfefinder.

Wir danken unserem Netzwerkpartner für dieses wichtige Projekt zur Stärkung der Suizidprävention im deutschsprachigen Raum.

Die Plattform ist unter www.mutpost.de erreichbar.

Das Bild zeigt das Publikum bei der 53. Herbsttagung der DGS in Bayreuth.

SAVE THE DATE! 54. Herbsttagung der DGS am 25. & 26. September in Frankfurt am Main

Zur 54. Herbsttagung laden wir auch in diesem Jahr wieder Fachkräfte, Angehörige, Hinterbliebene und alle Interessierten ein, um aktuelle Entwicklungen, Forschungsergebnisse und praxisnahe Ansätze in der Suizidprävention zu diskutieren.

Die Tagung trägt in diesem Jahr den Titel „Suizidprävention und Suizidassistenz in Deutschland“ und findet am Universitätsklinikum in Frankfurt am Main statt. Sie bietet eine Plattform für Dialog, Vernetzung und Impulse für die Praxis – mit dem gemeinsamen Ziel, Suizidalität frühzeitig zu erkennen, wirksam zu handeln und Betroffene wie Angehörige nachhaltig zu unterstützen.

Seien Sie dabei – wir freuen uns auf Sie!

Das Programm sowie Informationen zur Teilnahmeanmeldung werden zeitnah auf unserer Website und unseren Social-Media-Kanälen bekanntgegeben.

Stellungnahme der DGS zur Reform der Notfallversorgung: Akute suizidale Krisen strukturell berücksichtigen

Mit dem Gesetzentwurf zur Reform der Notfallversorgung (NotfallG) plant das Bundesministerium für Gesundheit eine umfassende Neuordnung der Akut- und Notfallversorgung in Deutschland. Ziel ist es, die Patient*innensteuerung bedarfsgerechter und effizienter zu gestalten, Notaufnahmen zu entlasten, Versorgungsbereiche besser zu vernetzen und Ressourcen gezielter einzusetzen.

Die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention misst dieser Reform eine hohe Bedeutung für den Umgang mit Suizidalität bei. Menschen in akuten suizidalen Krisen oder nach einem Suizidversuch werden häufig im Rettungsdienst, in Leitstellen, Notaufnahmen oder künftig in Integrierten Notfallzentren versorgt. Entsprechend müssen ihre besonderen Bedarfe strukturell mitgedacht werden.


Blogbeitrag lesen
Das Bild zeigt ein aus Holz geschnitztes Haus mit einem Herz in der Mitte.

Hohe Erwartungen, große Gefühle – Einsamkeit und emotionale Belastungen rund um die Feiertage

Weihnachten gilt gesellschaftlich als „Familien- und Gemeinschaftsfest“.

Dieser starke Erwartungsdruck kann Einsamkeit besonders sichtbar und schmerzhaft machen. Einsamkeit ist kein Randphänomen: Viele Menschen fühlen sich auch dann einsam, wenn sie soziale Kontakte haben. Entscheidend ist die erlebte Qualität von Beziehungen.

Medienbilder von „perfektem Weihnachten“ können das Gefühl verstärken, ausgeschlossen oder „nicht normal“ zu sein. Besonders betroffen von Einsamkeit sind u. a. alleinlebende Menschen, ältere Personen, Menschen mit psychischen Belastungen, aber auch junge Erwachsene.


Blogbeitrag lesen

Medientipp: „Und am Abgrund wartest du auf mich“ – Brizzi Bremse

Der Kurzroman begleitet Lonán, der mit schweren Depressionen lebt und nach einem traumatischen Erlebnis keinen Ausweg mehr sieht. In einer dunklen Phase seines Lebens begegnet er Shae – einer Person, die alles verändert.

Zwischen Hoffnung und tiefster Verzweiflung stellt sich die Frage: Wie kann Liebe bestehen, wenn das eigene Leben sich wie ein Abgrund anfühlt.


Blogbeitrag lesen
Das Bild zeigt 3 Frauen, wovon sich zwei, abgewandt, miteinander unterhalten. Die Frau im Vordergrund schaut nachdenklich.

Warnsignale für suizidale Krisen

Wie lassen sich mögliche suizidale Krisen im Verhalten erkennen?

Wir alle wollen die Menschen schützen, die uns wichtig sind. Es gibt Warnsignale, die wir von außen erkennen können. Personen mit Depressionen oder früheren Suizidversuchen sind besonders gefährdet. Wichtig: das alles können Anzeichen sein – müssen es aber nicht.


Blogbeitrag lesen

Die DGS auf dem DGPPN-Kongress in Berlin: ein Rückblick

In diesem Jahr waren wir erstmals als Verein auf dem DGPPN-Kongress, der vom 26. bis 29. November 2025 im CityCube Berlin stattfand, vertreten. Gemeinsam mit dem Werner-Felber-Institut präsentierten wir uns am Stand im NGO-Bereich. Unsere beiden Mitarbeitenden Louis und Christiane stellten vor Ort unsere neu gestalteten Informationsmaterialien vor, führten zahlreiche Gespräche und konnten viele neue Kontakte knüpfen.


Blogbeitrag lesen
1 2 3 4
Cookie Consent mit Real Cookie Banner