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DGS-Hilfe

Neuwahl des DGS-Vorstands 2021

Da 2020 aufgrund der Corona-Pandemie keine Neuwahl des Vorstands der DGS stattfinden konnte, erfolgt die Neuwahl nun in diesem Jahr. Die Wahl erfolgt in den Wochen vor der Mitgliederversammlung online über ein entsprechendes Tool bzw. via Briefwahl. Eine Einladung mit Link bzw. Briefwahlunterlagen (so beantragt) ist allen wahlberechtigten Mitgliedern bereits zugegangen.

Auf dieser Seite stellen sich Ihnen nun die Kandidat*innen vor.

Kandidatin für den Vorsitz:

Name: PD Dr. med. habil. Ute Lewitzka

Wohnort: Radeberg (Sachsen)

„Ich arbeite als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Uniklinikum in Dresden und leite dort die AG Suizidforschung. Ich war seit der letzten Wahlperiode als Vorsitzende für die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention tätig und engagiere mich hier dafür, alle Akteure der Suizidprävention in Deutschland zu unterstützen und zu vereinen. Gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen versuchen wir die DGS Arbeit weiterzuentwickeln und zu professionalisieren. Ich leite das Referat Suizidologie der Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Gemeinsam mit zwei Kollegen habe ich das Werner-Felber-Institut für Suizidprävention und interdisziplinäre Forschung im Gesundheitswesen (WFI e.V.) in Dresden gegründet. Die Arbeit innerhalb all dieser Funktionen hat zum Ziel, Suizidprävention zu stärken und zu fördern. Dazu gehört für mich neben der Entwicklung einer zertifizierten Fortbildung für verschiedene Berufsgruppen, der Einsatz für eine baulich geforderte Prüfung von Krankenhäusern zur Vermeidung von Kliniksuiziden auch alle Aktivitäten, die dazu führen, in Deutschland ein Suizidpräventionsgesetz zu verankern. Besonders beschäftigt mich die Diskussion um den assistierten Suizid und die Auswirkungen des Urteils des Bundesverfassungsgerichtes sowie der nun zu erarbeitenden Regelungen.“

Kandidat für den stellvertretenden Vorsitz:

Name: Univ.-Prof. Dr. Elmar Etzersdorfer

Wohnort: Stuttgart

„Ich bin Psychiater und Psychoanalytiker, im Hauptberuf Chefarzt des Furtbachkrankenhauses, einer Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Stuttgart. Ich bin lange in der Suizidprävention aktiv, praktisch wie wissenschaftlich und in der Lehre, zuerst in Wien, seit über zwei Jahrzehnten jetzt in Deutschland. Ich sehe mich als Vertreter einer fachlichen Sicht auf Möglichkeiten der Suizidprävention, auch in der nationalen wie internationalen Vernetzung. Mein Ziel ist, dazu beizutragen, dass wir auf dieser Basis weiter am Verringern von Suizidhandlungen arbeiten und das Leid, das mit Suizidalität einhergeht, zu verringern versuchen.

Kandidat für den zweiten stellvertretenden Vorsitz:

Name: Dr. theol. Uwe Sperling, Dipl. Gerontologe

Wohnort: Mannheim

„Über die Arbeit in der AG „Alte Menschen“ im NaSPro, deren Sprecher ich seit 2011 bin, kam ich in die DGS, wo ich seit der Wahl 2016 als Beisitzer im Vorstand engagiert bin. Meine Schwerpunkte liegen hier in der konzeptionellen Mitarbeit bei der Ausarbeitung von Stellungnahmen und als Verbindungsmann zwischen der DGS und der Zeitschrift Suizidprophylaxe, die ich seit 2018 mit herausgebe. Dazu kamen zuletzt auch Aufgaben als Moderator bei der online durchgeführten Frühjahrstagung der DGS 2021 und bei den etwa halbjährlich stattfindenden Austauschtreffen der Akteure in der Suizidprävention. Gerne möchte ich diese Aufgaben in den kommenden beiden Jahren fortführen, die voller Herausforderungen sein werden. Deshalb kandidiere ich für den 2. stellvertretenden Vorsitz.“

Kandidatin für das Amt der Schatzmeisterin:

Name: Barbara Urban

Wohnort: Hamburg

„Seit ca. 10 Jahren bin ich Mitglied in der DGS und seit einigen Jahren mit den Finanzen des Vereins betraut. 2012 habe ich nach langer Berufstätigkeit in der außerklinischen Psychiatrie noch einmal eine neue Herausforderung angenommen. Seitdem leite ich ein Kinderhaus mit Platz für 55 Kinder und habe ein zweites Team in der Nachmittagsbetreuung an unserer Stadtteilschule in Neugraben. Verreisen tue ich gerne nach Norwegen.“

Kandidat für die Geschäftsführung:

Name: Dipl.-Psych. Jakob Henschel

Wohnort: Freiburg

„Seit meinem Studium ist mir die Suizidprävention ein besonderes Anliegen. Damals war ich als ehrenamtlicher Berater bei [U25] – Online-Beratung für suizidgefährdete Jugendliche – tätig. Nach Jahren in der bundesweiten Koordination desselben Angebots bin ich nun dabei, gemeinsam mit der Mitkandidatin Christine Schweizer eine Online-Beratung für suizidgefährdete Erwachsene aufzubauen. Nach nunmehr fünf Jahren im Vorstand der DGS habe ich große Lust, meine Erfahrung und Motivation als DGS-Geschäftsführer einzubringen.“

Kandidierende als Beisitzer*innen (max. fünf lt. Satzung):

Name: Luna Grosselli, M.Sc.

Wohnort: Dresden

„Als Mitglied des Teams für Suizidprävention von Jugendnotmail (Email-Beratung) und damaliges Mitarbeiterin des Projekts „Netzwerk für Suizidprävention in Dresden“ an der Technischen Universität Dresden engagiere ich mich im Bereich der Suizidprävention bei Jugendlichen. Mit einer Rolle im DGS-Vorstand möchte gerne dazu beitragen, Gesellschaft und Politik für das Thema zu sensibilisieren und die Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene zu verbessern. Neben meinen beruflichen Erfahrungen, bringe ich v. a. Energie und Lust mit, etwas zu bewirken.“

Name: Prof. Dr. med. Burkhard Jabs

Wohnort: Dresden

„Mit dem Thema Suizidalität habe ich seit rund 25 Jahren praktisch täglich zu tun – begleitet es doch die ärztliche Tätigkeit in jeder  psychiatrischen Klinik, so auch in der des Städtischen Klinikums Dresden auf dem Weißen Hirsch, die ich seit fast 10 Jahren leiten darf. Bereits Ende der 90er Jahre wurde ich in meiner Zeit an der Universität Würzburg durch Prof. Armin Schmidtke an die Depressions- und Suizidprävention herangeführt, zunächst durch Mitarbeit beim Würzburger Bündnis, später als Vorstand beim Dresdner Bündnis gegen Depression. Seit 2008 kam das Engagement in der AG Suizidforschung am Uniklinikum Dresden hinzu, in der ich bis heute Dissertationen zu diesem Themenkreis betreue. Schließlich gehöre ich seit 2014 als Beisitzer dem Vorstand der DGS an. Gemeinsam kämpfen wir für eine drastische Verringerung der Suizidtoten – was möchte ich in der DGS tun? Ich will mich weiterhin lokal für die Präsenz dieses Zieles in der Presse und beim Bündnis gegen Depression einsetzen, aber auch überregional mit Vortragstätigkeit, Mitgliederpflege und Mitarbeit bei den Tagungen der DGS. Weiterhin ist mir der Aspekt der Forschung weiterhin ein großes Anliegen, da wir nur mit Fakten die politisch Verantwortlichen überzeugen können, dass die Suizidprävention in Deutschland dringend mehr Aufmerksamkeit und Förderung erhalten muss.“

Name: Dr. Tim Johannes Krause

Wohnort: Halle (Saale)

„Als Oberarzt an einer psychiatrischen Universitätsklinik bin ich kontinuierlich mit sehr relevanten klinischen Fragen zur Suizidalität in der unmittelbaren Patientenversorgung befasst. Für mich ist auch der Transfer zwischen Klinik und Forschung von großer Bedeutung. Besonders am Herzen liegt mir darüber hinaus die Zusammenarbeit mit allen in der Suizidprävention aktiven Personen. In einem Flächenland wie Sachsen-Anhalt erscheint mir zudem das Erreichen des ländlicheren Raums als zentrales Anliegen. Konkret möchte ich mich auch bei der Programmplanung der DGS-Herbsttagung 2022 mit engagieren.“

Name: Jörg Schmidt, M.A.

Wohnort: Stadtsteinach (Bayern)

„Als Geschäftsführer von AGUS bringe ich v.a. die Belange der Suizidhinterbliebenen in den DGS-Vorstand ein. Wenn es um das Thema Suizid geht, darf der Fokus nicht rein auf der Prävention liegen. Auch die Nachsorge ist wesentlicher Bestandteil. Wie es der bekannte Suizidologe Edwin Shneidman formuliert hat, ist Suizidpostvention die Prävention für die nächste Generation.“

Name: Christine Schweizer, M.Sc.

Wohnort: Bollschweil (Baden-Württemberg)

„13 Jahre lange Jahre habe ich mich in verschiedenen Positionen für die Online-Peer-Beratung [U25] für suizidgefährdete junge Menschen (Träger: Deutscher Caritasverband e.V.) engagiert. Neben dem Aufbau eines [U25]-Ablegers in der Schweiz war ich als Bundeskoordination von [U25] Deutschland tätig. Seit 2020 haben Jakob Henschel und ich ein Konzept für eine niedrigschwellige Online-Beratung für suizidgefährdete Erwachsene entwickelt. Für die Etablierung eines zielgruppengerechten und spezifischen Angebots für erwachsene Suizidgefährdete haben wir den Verein für Niedrigschwellige Suizidprävention e.V. mit Sitz in Freiburg gegründet. Gerne bringe ich meine Erfahrungen in den DGS-Vorstand ein, engagiere mich beim Ausbau der bundesweiten Suizidprävention, der Vernetzung bestehender Angebote und in Bereichen der Öffentlichkeitsarbeit.“

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Die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) ist seit 1972 die übergreifende Fachgesellschaft für alle Einrichtungen und Personen, die sich in Forschung, Lehre oder Praxis mit Suizidprävention als Hilfe in Lebenskrisen befassen.

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