Der Werther-Effekt: Worte mit Konsequenzen – Kann eine Geschichte wirklich Leben gefährden?
Ja – eine Geschichte kann Leben gefährden. Der sogenannte Werther-Effekt beschreibt den Anstieg von Suiziden infolge medialer Berichterstattung über Suizidfälle, insbesondere wenn diese detailliert, dramatisierend oder unreflektiert dargestellt werden.
Vor allem bei gefährdeten Personen kann eine unsensible Berichterstattung Nachahmungsverhalten auslösen. Umso wichtiger ist ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Thema in Medien und Öffentlichkeit.
Ursprung des Begriffs
Der Werther-Effekt geht auf den Roman Die Leiden des jungen Werthers (1774) von Johann Wolfgang von Goethe zurück. Darin nimmt sich die Hauptfigur Werther aus Liebeskummer das Leben. Nach Erscheinen des Buches kam es laut zeitgenössischen Berichten zu einer Welle von Nachahmungssuiziden, vor allem bei jungen Männern, die sich an Kleidung und Methode an der literarischen Figur orientierten.
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