Suizid im Film ist nie nur Story.
Wir müssen über die Haftbefehl-Doku “Babo” sprechen.
Warum wir darüber sprechen: Medien prägen, wie wir über Suizid denken. Sie beeinflussen, wie sicher oder riskant bestimmte Darstellungen wirken können – gerade bei Menschen, die selbst belastet sind. Wie über Suizid berichtet wird, macht einen Unterschied. Und die Netflix-Doku „Babo“ über Haftbefehl ist aktuell ein Beispiel, über das viele sprechen.
In der Netflix-Doku „Babo“ über Haftbefehl gibt es am Anfang eine Inhaltswarnung – allerdings mit dem Begriff „Selbstmord“. Die Doku zeigt den Suizid seines Vaters sowie dessen Suizidversuch und macht das Thema Suizid zu einem zentralen Erzählelement.
Detaillierte Schilderungen von Suiziden oder Suizidversuchen bergen das Risiko, den Werther-Effekt auszulösen. Gleichzeitig können sie den Papageno-Effekt mindern, der durch hoffnungsvolle und ressourcenorientierte Darstellungen entsteht.
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