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Wir verleihen seit 1988 den Hans-Rost-Preis – eine einzigartige Auszeichnung in Deutschland.

Das Bild zeigt die Verleihung des Hans-Rost-Preises an einen Preistragenden.

Für Forschung und Engagement in der Suizidologie und der Suizidprävention

Die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) beschloss im Jahr 1988, eine besondere Auszeichnung ins Leben zu rufen: den Hans-Rost-Preis. Mit ihm werden außergewöhnliche wissenschaftliche Beiträge zur Suizidologie ebenso geehrt wie herausragende praktische Leistungen in der Suizidprävention. Benannt ist die Auszeichnung nach Dr. phil. Hans Rost, einem Wegbereiter und Pionier, der mit seiner Forschung und seinem unermüdlichen Engagement die Suizidprävention in Deutschland nachhaltig geprägt hat.

Seither bildet die feierliche Verleihung des Hans-Rost-Preises einen Höhepunkt der DGS-Herbsttagung. Ab 1995 wurde er jährlich vergeben. Mit der Satzungsänderung im Jahr 2007 erhielt der Preis neue Gestaltungsmöglichkeiten: Sowohl das Vergabeintervall als auch die Kategorien und Gründe der Auszeichnung können seitdem flexibler gehandhabt werden. So bleibt Raum, die Vielfalt und die besondere Bedeutung der Arbeiten zur Suizidprävention in all ihren Facetten angemessen ins Licht zu rücken und die Preisträgerinnen und Preisträger gebührend zu würdigen.

Ziele und Ambitionen des Hans-Rost-Preises

Außergewöhnliches Engagement, allen voran in den Punkten der Forschung, der praktischen Arbeit und in der präventiven, medialen Berichterstattung, hervorzuheben und in Ehren zu halten, sind die Ziele des Hans-Rost-Preises.

Die Ambitionen des Preises liegen des Weiteren darin, das Bewusstsein für Suizidprävention zu schärfen, Fachleute zu motivieren und die Öffentlichkeit über wirksame Präventionsmaßnahmen zu informieren. Durch die Auszeichnung sollen positive Impulse für die Weiterentwicklung der Suizidprävention gesetzt werden.

Die DGS setzt sich dafür ein, den Hans-Rost-Preis für suizidpräventive Berichterstattung nach dem Vorbild des Papageno-Medienpreises in Österreich zu entwickeln und in Medienkreisen noch sichtbarer zu machen.

Im Rampenlicht: Preisträgerinnen und Preisträger vergangener Jahre

Das Hans-Rost-Preis-Komitee: Unser Expertise-Team im Überblick

Die Preistragenden werden durch ein, vom Vorstand der DGS eingesetztes, Komitee gewählt. Dem Komitee gehören der/die Vorsitzende der DGS an, ein weiteres vom Vorstand gewähltes Vorstandsmitglied, ein von der Arbeitsgemeinschaft zur Erforschung suizidalen Verhaltens in der DGS gewähltes Mitglied und eine weitere auf suizidologischem Gebiet ausgewiesene Person, die nicht Mitglied des DGS-Vorstandes ist und von diesem ernannt wird.

  • Prof. Dr. med. Ute Lewitzka
    • Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention e.V., Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie in Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. med. Burkhard Jabs
    • Ehemaliges Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention e.V., Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie in Dresden
  • Prof. Dr. phil. Tobias Teismann
    • Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention e.V., Psychologischer Psychotherapeut in Bochum
  • Prof. Dr. med. Thomas Bronisch
    • Mitglied der Arbeitsgruppe zur Erforschung suizidalen Verhaltens, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie in München

Die Satzung zur Verleihung des Preises

Die Vergabe des Hans-Rost-Preises ist in einer Satzung festgelegt, die zuletzt am 08.03.2018 aktualisiert und beschlossen wurde. Die aktuelle Fassung steht Ihnen unter folgendem Link zur Einsicht zur Verfügung.

Unsere Vorgehensweise zur Nominierung

Für den Hans-Rost-Preis können Persönlichkeiten vorgeschlagen werden, die sich in besonderer Weise um die Suizidprävention oder Suizidologie verdient gemacht haben. Vorschläge sind sowohl von Mitgliedern der DGS als auch von außenstehenden Personen möglich. Sie sollten schriftlich begründet werden und den Vorsitzenden des Preis-Komitees idealerweise spätestens drei Monate vor der Preisverleihung im Rahmen der DGS-Herbsttagung erreichen.

Darüber hinaus kann die DGS ausgewählte Kategorien des Hans-Rost-Preises öffentlich ausschreiben. Auch hierbei gilt: Vorschläge sind willkommen und sollten spätestens drei Monate vor der Vergabe eingereicht werden.

Das Bild stellt Fachkräfte der DGS beim Auswahlverfahren des Hans-Rost-Preises dar.

Unsere Kategorien: Forschung, Medienbeiträge und mehr

Der Hans-Rost-Preis wird in vier verschiedenen Kategorien verliehen, die herausragende Leistungen in der Suizidprävention und Suizidforschung würdigen.

Forschung in der Frühkarriere

Diese Kategorie des Hans-Rost-Preises richtet sich an den Nachwuchs, der sich in einer frühen Phase der wissenschaftlichen Laufbahn befindet und bereits bedeutende Beiträge zur Suizidforschung geleistet hat. Die Auszeichnung soll junge Forschende ermutigen und ihre innovativen Ansätze in der Suizidprävention und deren Forschung anerkennen.

Ziel und Bedeutung

Diese sichtbare Anerkennung soll junge Forschende bestärken und motivieren, ihren Weg in der Suizidologie und Suizidprävention weiterzugehen. Mit der Prämierung erhält junge Forschung zudem eine Bühne in der etablierten Fachöffentlichkeit. Besonders unkonventionelle oder interdisziplinäre Beiträge junger Forschender erfahren dadurch zusätzliche Aufmerksamkeit und Würdigung. Die Kategorie trägt so gezielt zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses bei.

Praktische Arbeit in der Suizidprävention

Hier werden Personen oder Organisationen gewürdigt, die durch ihr praktisches Engagement einen bedeutenden Beitrag zur Suizidprävention leisten. Dabei stehen konkrete Maßnahmen im Vordergrund, die direkt zur Aufklärung, Entstigmatisierung und Unterstützung suizidgefährdeter Menschen beitragen oder sich für Hinterbliebene und Angehörige einsetzen.

Ziel und Bedeutung

Ziel ist es, etablierte und besonders wirksame Projekte oder Einrichtungen zu würdigen, die Suizide aktiv verhindern – etwa durch niedrigschwellige Angebote, Öffentlichkeitsarbeit oder gezielte Interventionen. Durch die öffentliche Auszeichnung werden erfolgreiche Konzepte sichtbar gemacht und können zur Nachahmung anregen. Die Ehrung sendet zugleich ein starkes Signal an Fachkräfte: Praxiserfahrungen und lokal verankerte Initiativen sind ebenso wertvoll wie wissenschaftliche Erkenntnisse. Die vom Komitee ausgewählten Beispiele dienen so als wichtige Orientierung und Inspiration für andere Fachakteur*innen.

Forschung als Lebenswerk

Mit dieser Kategorie ehrt die DGS herausragende Persönlichkeiten, die mit ihrem langjährigen wissenschaftlichen Wirken die Suizidologie und Suizidprävention maßgeblich geprägt und weiterentwickelt haben. Die Auszeichnung würdigt ein gesamtes Lebenswerk, das durch nachhaltige Forschung, klinische Praxis und gesellschaftliches Engagement geprägt ist.

Ziel und Bedeutung

Diese Kategorie würdigt Forscher*innen, deren Arbeiten über Jahrzehnte hinweg die Auseinandersetzung mit suizidalem Verhalten maßgeblich geprägt und der Suizidprävention neue Perspektiven eröffnet haben. Die Auszeichnung ehrt nicht nur wissenschaftliche Exzellenz, sondern auch die besondere Relevanz dieser Forschung für die Praxis und ihren nachhaltigen Nutzen für die Gesellschaft.

Präventive Medienbeiträge

In dieser Kategorie werden Journalist*innen, Medienschaffende und Projekte ausgezeichnet, die mit verantwortungsvoller und aufklärender Berichterstattung einen wichtigen Beitrag zur Suizidprävention leisten. Ziel ist es, mediale Formate zu stärken, die suizidpräventive Inhalte vermitteln, zur Entstigmatisierung beitragen und Menschen in Krisensituationen Orientierung und Unterstützung bieten.


Ziel und Bedeutung

Diese Auszeichnung hebt die Rolle der Medien in der Suizidprävention hervor. Sie betont die Verantwortung von Medienschaffenden, suizidbezogene Themen sensibel und sachlich zu behandeln, um Nachahmungseffekte zu vermeiden und Hilfsangebote sichtbar zu machen.

Die DGS fördert den Diskurs in Wissenschaft und Praxis, um die Zahl der Suizide zu senken.

Hans Rost – ein Pionier in der Suizidprävention

Hans Rost, geboren am 25. Juni 1877 in Bamberg, war Germanist, Staatswissenschaftler und Journalist. Mit großer Leidenschaft und persönlicher Verantwortung widmete er sich den sozialen Fragen seiner Zeit. Er kämpfte öffentlich gegen Wohnungsnot, Duelle und studentische Mensuren und setzte sich engagiert für uneheliche Mütter, kinderreiche Familien und zahlreiche caritative Initiativen ein. Als überzeugter katholischer Christ nahm er auch politisch Haltung ein: 1932 veröffentlichte er die mutige Schrift ‚Christus – nicht Hitler‘, mit der er sich klar gegen den Nationalsozialismus stellte. Diese Haltung brachte ihm 1933 mehrere Wochen sogenannte ‚Schutzhaft‘ ein – und macht sein Wirken bis heute zu einem eindrucksvollen Zeugnis von Zivilcourage.

Inspiration und Umsetzung seines Engagements in der Suizidprävention

Sein wissenschaftliches Interesse für das Thema ‚Suizidalität‘ erwachte im Zuge seiner Doktorarbeit und prägte fortan sein Wirken. Hans Rost beschäftigte sich intensiv mit praktischen Fragen der Suizidprophylaxe sowie mit wissenschaftlichen, insbesondere statistischen Untersuchungen zum Suizid. In seiner journalistischen Arbeit erkannte er früh die gravierenden Auswirkungen des Werther-Effekts. Mit großer Weitsicht wandte er sich daher – wenn auch vergeblich – gegen die Veröffentlichung von Suizidberichten und deren detaillierten Umständen. Damit setzte er ein wichtiges Zeichen, das seiner Zeit weit voraus war.

Hans Rost wurde vor allem durch seine umfassende Sammlung und Beschreibung von Suizidliteratur bekannt, die bis heute Wissenschaftler*innen weltweit als wichtige Grundlage dient. Seine rund 5.000 Titel umfassende ‚Bibliografie des Selbstmordes‘ (1927, 1930) ist bis heute berühmt. Die Suizid-Bibliothek, die sich heute in der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg befindet, steht sinnbildlich für sein Engagement und seinen bleibenden Beitrag.

Hans Rost verstarb am 18. April 1970, zwei Jahre vor der Gründung der DGS. Mit dem Hans-Rost-Preis bewahren wir sein humanistisches Vermächtnis in Ehren.

Archiv der Preistragenden des Hans-Rost-Preises

Das Archiv der Preistragenden dokumentiert die herausragenden Persönlichkeiten und Initiativen, die mit dem Hans-Rost-Preis in der Suizidprävention ausgezeichnet wurden. Es würdigt ihr nachhaltiges Engagement, ihre innovativen Projekte und ihren wissenschaftlichen Beitrag zur Entstigmatisierung suizidaler Krisen sowie zur Stärkung von Aufklärung, Forschung und Präventionsarbeit.

53. Herbsttagung 2025 – Bayreuth
  • Prof. Dr. Arno Drinkmann, Professor für Psychologie, Nürnberg
    Kategorie: Forschung als Lebenswerk

    Mit dem Hans-Rost-Preis 2025 ehrte die DGS Prof. Dr. Arno Drinkmann für sein herausragendes Lebenswerk in der Suizidprävention. Sein Wirken verbindet wissenschaftliche Expertise mit großem persönlichem Engagement.

    Auch abseits der Wissenschaft engagiert er sich als Hospizbegleiter und vernetzt Fachkräfte unterschiedlicher Professionen in der Suizidprävention. Mit seiner Haltung des genauen Hinsehens und seinem Mut, über das Schweigen zu brechen, ist Arno Drinkmann seit vielen Jahren eine prägende Stimme der deutschen Suizidprävention.

  • Kim Hertinger, Filmregisseurin KFH Media, Margetshöchheim
    Kategorie: Präventive Medienbeiträge

    Der Hans-Rost-Preis in der Kategorie „Präventive Medienbeiträge“ wurde an Kim Hertinger verliehen.

    Mit dem Social Spot „Reden kostet nichts, Schweigen schon“ gelang ihr eine berührende und zugleich verantwortungsvolle Darstellung, die zeigt, wie gelebtes suizidpräventives Engagement im Alltag aussehen kann. Der Spot entstand 2023 in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Medienpsychologie der Universität Würzburg und dem Nationalen Suizidpräventionsprogramm.

    Zum Social Spot auf YouTube

  • Dr. Uwe Sperling, Dipl. Gerontologe, Universitätsmedizin Mannheim
    Kategorie: Forschung als Lebenswerk

    Mit dem Hans-Rost-Preis 2025 würdigte die DGS Dr. Uwe Sperling für sein jahrzehntelanges Engagement in der Suizidprävention. Sein Wirken vereint wissenschaftliche Fundierung, ethisches Denken und gelebte Menschlichkeit.

    In seiner Rolle als langjähriger Sprecher der Arbeitsgruppe „Alte Menschen“ im Nationalen Suizidpräventionsprogramm (NaSPro) und als langjähriges Vorstandsmitglied der DGS hat er maßgeblich dazu beigetragen, die Themen Altern, Würde und Lebenssinn in der Fachöffentlichkeit zu verankern.
52. Herbsttagung 2024 – München
  • Projekt „4E“ und deren Online-Programm „8 Leben“
    Kategorie: Praktische Arbeit in der Suizidprävention

    Ausgezeichnet wurde das Projekt für den bedeutsamen Beitrag zur Aufklärung und Entstigmatisierung von Suizidalität in Deutschland.

    Das Projekt „4E“ wurde in den Jahren 2017 bis 2020 unter der Leitung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf entwickelt und durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Es hat sich zum Ziel gesetzt, das Wissen über Suizidalität in der Bevölkerung zu verbessern und Stigmatisierung zu verringern.

    Zum Online-Programm „8 Leben“

  • Bundesarbeitsgruppe „Suizidprävention im Justizvollzug“ (BAG)
    Kategorie: Praktische Arbeit in der Suizidprävention

    Ausgezeichnet für die wegweisende Aufklärungsarbeit und Handlungsempfehlungen zum Thema „Suizid in Strafvollzug“.

    Die BAG ist eine Arbeitsgruppe des Nationalen Suizidpräventionsprogramms (NaSPro). Ziel ist es, Erfahrungen zu kommunizieren, Ergebnisse aus wissenschaftlichen Studien zu erstellen, Erkenntnisse auszutauschen und Komponenten der Suizidprävention zu entwickeln.

    Zur Website der BAG

51. Herbsttagung 2023 – Kassel
  • Prof. Dr. Barbara Schneider, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Köln
    Kategorie: Forschung als Lebenswerk

    Ausgezeichnet für ihre wertvolle wissenschaftliche und praktische Arbeit als Leitung des Nationalen Suizidpräventionsprogramms Deutschland.

    Prof. Dr. Barbara Schneider leitete von 2014 bis 2018 als Vorsitzende die Geschicke der DGS und prägte in dieser Zeit maßgeblich deren Arbeit. Sie ist zudem stellvertretende Sprecherin des Referats Suizidologie der DGPPN. Als anerkannte Fachärztin für Psychiatrie engagiert sie sich mit großer Expertise, unter anderem in ihrer Funktion als Chefärztin der Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen an der LVR-Klinik Köln.

    Nationales Suizidpräventionsprogramm

  • Prof. Dr. Reinhard Lindner, Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie, Hamburg
    Kategorie: Forschung als Lebenswerk

    Die Auszeichnung erhielt er in Anerkennung seiner wertvollen wissenschaftlichen und praktischen Arbeit als Leitung des Nationalen Suizidpräventionsprogramms Deutschland und seine Tätigkeit als Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie, u. a. am Therapie-Zentrum für Suizidgefährdete, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

    Nationales Suizidpräventionsprogramm

  • Frankfurter Netzwerk für Suizidprävention (FRANS), Frankfurt am Main
    Kategorie: Praktische Arbeit in der Suizidprävention

    Das Frankfurter Netzwerk für Suizidprävention wurde für die hervorragende Präventionsarbeit im Raum Frankfurt ausgezeichnet.

    Gegründet wurde das Netzwerk 2014. Es ist ein Zusammenschluss von mehr als 70 Frankfurter und überregionalen Institutionen und Organisationen, in deren beruflichem Alltag suizidales Verhalten und das Thema Suizidprävention im Mittelpunkt steht.

    Zum Online-Angebot des FRANS

  • Dr. Rebekka Büscher, Fachärztin für Psychologie, Freiburg im Breisgau
    Kategorie: Forschung in der Frühkarriere

    In Anerkennung ihrer Arbeit in der Entwicklung und Evaluation digitaler therapeutischer Interventionen zur Behandlung suizidaler Personen, wurde Dr. Rebekka Büscher ausgezeichnet.

50. Herbsttagung 2022 – Jena
  • Prof. Dr. med. Bruno Müller-Oerlinghausen, Facharzt für Pharmakologie und Toxikologie, Berlin
    Kategorie: Forschung als Lebenswerk

    In Anerkennung seiner hervorragenden wissenschaftlichen Arbeit in der Erforschung der Effekte von Antidepressiva (und insbesondere Lithium) in der Behandlung der Suizidalität.

  • Jörg Schmidt, Geschäftsführer der AGUS e.V., Bayreuth
    Kategorie: Praktische Arbeit in der Suizidprävention

    In Anerkennung seines unfassbar wertvollen Einsatzes für Suizidhinterbliebene durch seine Arbeit als Geschäftsführer der AGUS e.V., Bayreuth und sein großes Engagement für die Belange von Betroffenen und Hinterbliebenen innerhalb der DGS.

  • Martina Keller, Journalistin, Hamburg
    Kategorie: Präventive Medienbeiträge

    In Anerkennung für ihre wertvolle journalistische Aufklärung zum Thema des assistierten Suizids in Form von Artikeln und Radiofeatures.

  • Luna Grosselli, Werner-Felber-Institut e.V., Dresden
    Kategorie: Forschung in der Frühkarriere

    In Anerkennung an ihrer Arbeit in der Entwicklung und Erforschung von Programmen zur Suizidprävention in Schulen.

  • Dr. Laura Hofmann, Medical School Berlin
    Kategorie: Forschung in der Frühkarriere

    In Anerkennung an ihrer Arbeit in der Erforschung von online-basierten Support-Gruppen für Suizidhinterbliebenen, sowie zu Gate-Keeper-Schulungen für Polizisten und Präventionsarbeit für suizidgefährdete Männer.

  • Dr. Lena Spangenberg, Universitätsklinikum Leipzig
    Kategorie: Forschung in der Frühkarriere

    In Anerkennung an ihrer Arbeit in der Erforschung von Risikofaktoren von Suizidalität und der Validierung von Suizidtheorien mit dem Einsatz der Methode des Experience Sampling.

47. Herbsttagung 2019 – Regensburg
  • Prof. Dr. med. Thomas Bronisch, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, München

    In Anerkennung für seine herausragende Arbeit in der Versorgung von Menschen in Krisen sowie für seine Forschungen im Bereich von Depression, sowie der Erkennung und Behandlung von Suizidalität. Die Anzahl und thematische Breite seiner Publikationen machten ihn zu einem der aktivsten und einflussreichsten Forscher in Deutschland.
    Laudatio: Prof. Dr. med. Georg Fiedler.

46. Herbsttagung 2018 – Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. med. Georg Fiedler, Diplom-Psychologe, Hamburg

    In Anerkennung der herausragenden, nachhaltigen Arbeit in der Suizidprävention, unter anderem durch die Einrichtung des Therapie-Zentrum für Suizidgefährdete in Hamburg, durch die einflussreiche berufspolitische und vernetzende Arbeit in der DGS und DAS und die hervorragende wissenschaftliche Arbeit zur Suizidprävention und Verbesserung der psychiatrischen Versorgung. Laudatio: Assoc. Prof. Dr. Thomas Niederkrotenthaler

40. Herbsttagung 2012 – Rostock
  • Wiener Werkstätte für Suizidforschung, Wien (Österreich)

    In Anerkennung ihrer hervorragenden Forschungsarbeiten in einer Reihe suizidologischer Bereiche, unter anderem der Beschreibung eines suizidpräventiv wirksamen ‚Papageno-Effekts‘ von Medienberichten und der Untersuchung suizidpräventiver Effekte von Lithium im Trinkwasser. Laudatio: Prof. Dr. Martin Teising

38. Herbsttagung 2010 – Hall in Tirol (Österreich)
  • Prof. Dr. phil. Martin Teising, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Frankfurt/Bad Hersfeld

    In Anerkennung seiner hervorragenden Leistungen in wissenschaftlicher, klinischer wie auch berufspolitischer Hinsicht, insbesondere die Untersuchung der Suizidalität im Alter, ihre Verbindung mit Narzissmus und Fragen der männlichen Identität im höheren Lebensalter. Laudatio: Elmar Etzersdorfer

35. Herbsttagung 2007 – Hall in Tirol (Österreich)
  • Univ.-Prof. Dr. med. Gernot Sonneck, Facharzt für Psychiatrie, Neurologie und Psychotherapeut, Wien

    In Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste um die Entwicklung eines Konzeptes der Krisenintervention, ihrer praktischen Umsetzung wie wissenschaftlichen Durchdringung und dessen erfolgreichen Verankerung in der Suizidprävention. Laudatio: Elmar Etzersdorfer, Werner Felber

34. Herbsttagung 2006 – Tübingen
  • JugendTelefon – Jugendliche für Jugendliche, Krefeld

    In Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste um eine in Deutschland erstmalige modellhafte Organisation einer Selbsthilfe von Jugendlichen für Jugendliche und eines beispielhaft engagierten Teams zu dessen langjähriger praktischer Verwirklichung. Laudatio: Werner Felber

33. Herbsttagung 2005 – Hamburg
  • Prof. Dr. med. Danuta Wassermann, Stockholm
    Prof. Dr. med. Dr. phil. Wolfgang Rutz, Uppsala

    In Anerkennung ihrer herausragenden Verdienste um die wissenschaftliche Bewältigung der multiplen Entstehungsbedingungen suizidalen Verhaltens und dessen psychotherapeutische Beeinflussung vor allem bei Kindern und Jugendlichen sowie alten Menschen. Laudatio: Armin Schmidtke

32. Herbsttagung 2004 – Bonn
  • Nationales Suizid-Präventionsprogramm (NaSPro)

    Laudatio: Sylvia Schaller

31. Herbsttagung 2003 – Salzburg (Österreich)
  • Dr. phil. Dipl.-Psychol. Sylvia Schaller, Mannheim

    In Anerkennung ihrer hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen zur Suizidprophylaxe bei psychischen Störungen, insbes. psychologischen und epidemiologischen Grundlagen, ihrer besonderen Verdienste um die Öffentlichkeitsarbeit in den Medien sowie ihrer beispielhaft engagierten praktischen Tätigkeit in Deutschland (DGS). Laudatio: Werner Felber

30. Herbsttagung 2002 – Würzburg
  • AGUS e.V. – Angehörige um Suizid, Bayreuth

    In Anerkennung ihrer hervorragenden Verdienste um eine in Deutschland erstmalige Organisation einer Selbsthilfe für betroffene Angehörige nach Suizid und eines beispielhaft engagierten Teams zu dessen langjähriger praktischer Verwirklichung. Laudatio: Manfred Wolfersdorf, Werner Felber

29. Herbsttagung 2001 – Chemnitz
  • Prof. Dr. med. Asmus Finzen, Psychiater, Basel (Schweiz)

    In Anerkennung seiner hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen zur Suizidprophylaxe bei psychischen Störungen und zum stationären Patientensuizid, seiner besonderen Verdienste um die Öffentlichkeitsarbeit in den Medien sowie seiner beispielhaft engagierten praktischen Tätigkeit in Deutschland (DGS) und in der Schweiz (SGKS). Laudatio: Werner Felber
28. Herbsttagung 2000 – Hannover
  • Prof. Dr. med. Paul Götze, Psychiater und Psychoanalytiker, Hamburg

    In Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste um die Schaffung eines in Deutschland einmaligen Modells einer psychoanalytischen Kriseninterventionseinrichtung und eines beispielhaft engagierten Teams zu dessen praktischer und wissenschaftlicher Verwirklichung. Laudatio: Hans Wedler
Herbsttagungen 1988 – 1999
  • 27. Herbsttagung 1999 – Bayreuth
    Prof. Dr. med. Hans Wedler, Internist und Psychotherapeut, Stuttgart

    In Würdigung seiner herausragenden Verdienste um die modellhafte Behandlung von Suizidpatienten in der Allgemein- bzw. internen Medizin, seines umfangreichen wissenschaftlichen Werkes zur Suizidprophylaxe, seiner langjährigen prägenden Vorstandsarbeit in der DGS mit internationaler Ausstrahlung und (vor allem) seiner 25-jährigen (Mit-)Herausgeberschaft von nunmehr 100 Heften der „Suizidprophylaxe“, dem Fach- und Mitteilungsblatt der DGS. Laudatio: Michael Witte

  • 26. Herbsttagung 1998 – Würzburg
    Dipl.-Soziol. Michael Witte, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut, Berlin

    In Würdigung seiner herausragenden innovativen und konstanten Verdienste um suizidgefährdete Kinder und Jugendliche durch den Ausbau der modellhaften Beratungsstelle NEUhland, durch die richtungsweisende Konstruktion flächendeckender Krisenhilfe in Berlin und durch die fruchtbringenden theoretischen Auswertungen seiner Erfahrungen. Laudatio: Werner Felber

  • 25. Herbsttagung 1997 – Krefeld
    Prof. Dr. med. Werner Felber, Professor em. für Psychiatrie, Dresden

    In Anerkennung seiner herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Suizidprävention, die in engem Zusammenhang mit der von ihm auch unter den schwierigen Bedingungen vor der Wende geleiteten Suizidentenbetreuung entstanden sind und deren Praxis entscheidend beeinflusst haben. Laudatio: Michael Witte

  • 24. Herbsttagung 1996 – Berlin
    Telefonseelsorge Berlin e.V.

    In Würdigung einer hervorragenden Leistung auf dem Gebiet praktischer Suizidprävention. Die TS Berlin hat als Erste wesentliche Elemente der künftigen Arbeit der TS in Deutschland entwickelt und in Kooperation von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern in beispielhafter Kontinuität bis heute richtungweisend erprobt und ausgebaut. Laudatio: Jürgen Kind

  • 23. Herbsttagung 1995 – Schwerin
    Dr. med. Jürgen Kind, Arzt für Psychiatrie und Psychoanalytiker, Göttingen

    Er erhielt die Auszeichnung für seine neuen Ansätze zum Verständnis, zur Diagnostik und zur Behandlung suizidaler Patienten. Seine wissenschaftliche Leistung liegt vor allem in der Entwicklung neuer und weiterführender Positionen zur Deutung menschlicher Suizidalität als Ausdruck gestörter frühkindlicher Objektbeziehungen und zum Erkennen spezifischer Übertragungsmuster. Seine qualitativ-psychoanalytische Forschungsstrategie bildet eine konstruktive Ausgangsmöglichkeit für die Planung weiterer, auch quantitativer Forschung. Laudatio: Manfred Wolfersdorf

  • 21. Herbsttagung 1993 – Dresden
    Dr. med. Michel Heinrich, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Stuttgart

    In Würdigung seiner herausragenden Verdienste auf dem Gebiet der Suizidprävention und für sein beispielhaftes, initiatives Praktizieren einer berufsübergreifenden Kooperationskultur im Dienste einer verbesserten Hilfe für suizidgefährdete Menschen in Krisen; und Arbeitskreis Leben / Tübingen, von Michel Heinrich gegründet. Laudatio: Hans Wedler

  • 19. Herbsttagung 1991 – Hamburg
    PD Dr. med. Manfred Wolfersdorf, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapeut, Weißenau/Ravensburg

    Die Ehrung erhielt er für die von ihm langjährig geleistete grundlegende wissenschaftliche Arbeit zur Erforschung der Suizidalität im Psychiatrischen Krankenhaus, verbunden mit einem herausragenden praktischen und organisatorischen Engagement zur Suizidprävention.

  • 17. Herbsttagung 1989 – Dortmund
    DIE ARCHE, München

    In Würdigung für die in nunmehr 20 Jahren kontinuierlich geleistete Hilfe für Suizidgefährdete, in der sie für viele später entstandene Einrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland zum Vorbild geworden ist.

  • 16. Herbsttagung 1988 – Regensburg
    PD Dr. phil. Armin Schmidtke, Psychologe und Verhaltenstherapeut, Würzburg
    Prof. Dr. med. Heinz Henseler, Psychoanalytiker, Tübingen

    PD Dr. phil. Armin Schmidtke wurde für die in den vergangenen 15 Jahren kontinuierlich geleistete Forschungsarbeit, vor allem auf dem Gebiet der epidemiologischen Suizidforschung, geehrt.

    Prof. Dr. med. Heinz Henseler erhielt die Ehrung in Anerkennung für das von ihm entwickelte Konzept der „narzisstischen Krise“ als Erklärungsmodell suizidalen Verhaltens.
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