Wie lassen sich mögliche suizidale Krisen im Verhalten erkennen?
Wir alle wollen die Menschen schützen, die uns wichtig sind. Es gibt Warnsignale, die wir von außen erkennen können. Personen mit Depressionen oder früheren Suizidversuchen sind besonders gefährdet. Wichtig: das alles können Anzeichen sein – müssen es aber nicht.
Warnsignale und Anzeichen
- Veränderung des Äußeren (z.B. dunklere Kleidung)
- sozialer Rückzug von Freunden und Familie
- Änderung von wichtigen Gewohnheiten
- Vernachlässigung von Ernährung und Körperpflege
- krisenhafte Zustände mit Auswirkungen auf Stimmung, Schlaf, Verhalten
- direktes oder indirektes Äußern von lebensmüden oder Suizidgedanken
- Verabschiedung von Personen, Verschenken von Dingen, Erstellen eines Testaments
- risikoreicheres Verhalten (z.B. riskantes Autofahren, riskanter Konsum von Alkohol oder anderen Drogen)
Was mache ich, wenn etwas davon zutrifft
Zunächst sind das nur Anzeichen, die einen Hinweis darauf geben können, aber nicht müssen. Am wichtigsten ist nachzufragen, zuzuhören, die Person ernst zu nehmen und Unterstützung anzubieten (z.B. bei der Suche nach Hilfe).
Warnsignale können unterschiedlich sein – nicht jede Person zeigt sie auf die gleiche Weise. Auch wenn Sie Angehörige oder Zugehörige einer durch Suizid verstorbenen Person sind, heißt das auf keinen Fall, dass Sie etwas hätten merken müssen. Niemand trägt allein die Verantwortung, einen Suizid zu verhindern. Aber Wissen kann helfen, Unterstützung früher zu holen.
