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Die
Wissenschaftliche Frühjahrstagung der DGS vom 30.3. - 1.4.2000 auf dem
Schloß Reisensburg / Günsburg
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"Trauma und Suizidalität"
Prävention -
Intervention - Postvention
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Ein Vorwort:
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die ICD 10 definiert ein traumatisches Ereignis
als ein besonders belastendes Ereignis oder eine Situation außergewöhnlicher
Bedrohung oder katastrophalen Ausmaßes - kurz oder langanhaltend - die bei fast
jedem eine tiefe Verstörung hervorrufen würde.
Hierzu schreiben Reddemann/Sachsse: "Im Kern jeder Traumatisierung findet
sich die Erfahrung völliger Ohnmacht und Hilflosigkeit. Manchmal haben wir den
Eindruck, Patienten kämpfen darum, wenigstens mit-schuldig, nicht nur
ohnmächtiges Opfer gewesen zu sein, als wäre für sie das Erleben
vollständigen Ausgeliefertseins lebensgefährlich."
Posttraumatische Belastungsreaktionen und Suizidalität hängen zusammen. Ohne
vorbeugende Hilfen können sich aus den posttraumatischen Reaktionen schwere
Störungen entwickeln.
Entsprechende Hilfeangebote entstanden in jüngster Zeit für den Bereich der
Katastrophennachsorge. Für den Umgang mit traumatischen Reaktionen im Umkreis
eines Schülersuizids oder eines Suizids in einer Familie wünschten wir uns
eine ebensolche Verbreitung von Hilfeangeboten.
Auf der diesjährigen Frühjahrstagung können Sie einige der neueren
Interventionsformen und ihren theoretischen Bezugsrahmen kennen lernen, sich in Arbeitsgruppen
praktisch mit ihnen befassen und eigene Beobachtungen und Erfahrungen aus Ihrem
Arbeitsfeld mit den Referierenden diskutieren. Wir sehen darin viele
Möglichkeiten, die neuen Erkenntnisse in Ihre Alltagspraxis zu integrieren.
Zu all diesen Aktivitäten laden wir Sie herzlich
ein!
| Für die DGS: |
Für die Planung: |
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Werner Felber (1.
Vorsitzender ) |
Jürgen Schramm, Regula Freytag |
Tagungsprogramm
Organisatorisches
Namen und Anschriften der
DozentInnen
Tagungsprogramm
Donnerstag,
30. März 2000
| 15.00
Uhr |
Eröffnung durch den
Vorsitzenden der DGS, Werner Felber |
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Moderation:
Regula Freytag |
| 15.15
Uhr
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Luise Reddemann:
Einführung in die Psychotraumatologie - Definition, Psychodynamik,
somatische Aspekte, Zusammenhang mit Suizidalität, therapeutische Maßnahmen |
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16.15 Uhr
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Elisabeth Nyberg:
Möglichkeiten der Frühintervention nach Traumatisierung am Beispiel
Unfallopfer |
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17.15 Uhr
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Pause |
Moderation: Michael Witte
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| 17.30
Uhr |
Joachim
Müller-Lange:
Präventive (prätherapeutische) Maßnahmen bei Einsatzkräften zur Streßbearbeitung
nach belastenden Ereignissen (SBE), (z.B. Defusing und Debriefing nach
Mitchell) |
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Moderation: Werner Felber
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20.00 Uhr
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Peter Liebermann:
Einsatz von EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) in der
Traumaarbeit (mit Videodemonstration)
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Freitag, 31.
März 2000
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Moderation: Jürgen Schramm
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9.00 Uhr |
Jutta Helmerichs:
Einsatznachsorge am Beispiel des Zugunglücks in Eschede - Maßnahmen und
Bilanz |
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10.00 Uhr
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Luise Reddemann:
Die Handhabung suizidaler Krisen nach traumatisierenden Erlebnissen |
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11.00 Uhr
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Pause |
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11.15 Uhr
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Arbeitsgruppen mit den Referierenden:
Vertiefung und Diskussion der Vorträge |
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12.30 Uhr |
Mittagessen |
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14.30 Uhr
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Arbeitsgruppen AG1 - AG5 |
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AG 1: Reddemann, AG 2: Nyberg
AG 3: Müller-Lange, AG 4: Liebermann,
AG 5: Helmerichs |
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Austausch von Erfahrungen aus den Arbeitsbereichen der Teilnehmenden: Transfer
auf den Umgang mit posttraumatischen Belastungsreaktionen in besonderen Fällen
(z.B. erweiterter Suizid, Schülersuizid) |
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16.00 Uhr
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Pause |
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16.30 Uhr
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AG 1 - AG5
Fortsetzung und Ergebnissicherung |
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18.00 Uhr
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Abendessen |
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20.00 Uhr
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Geselliger Abend |
Samstag, 1.
April 2000
Moderation: Christina Rachor |
| 9.00 Uhr |
Regula Freytag:
Traumatisierung und Suizidalität - Zwei Beispiele
aus der Asylarbeit |
| 9.30 Uhr |
Vorstellung der Ergebnisse:
AG 1- AG 5 |
| 10.30 Uhr |
Pause
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Moderation: Wolfgang Stich |
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10.45 Uhr |
Rundgespräch der
TagungsteilnehmerInnen mit den ReferentInnen
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11.45 Uhr |
Schlusswort |
| 12.15 Uhr |
Mittagessen
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Organisatorisches:
Anmeldungen schriftlich mit Angabe der
Arbeitsgruppe an:
Jürgen Schramm
c/o Telefonseelsorge Krefeld
Alte Linner Str. 130
47799 Krefeld
Fax: 02151/631888
Tel.: 02151/24500
Aus räumlichen Gründen ist die Zahl der Teilnehmenden
begrenzt. Die Reihenfolge der Zusagen geht nach Anmeldedatum.
Eine Anmeldebestätigung erfolgt.
Tagungsbeitrag:
DM 120,00/150,00 für Nichtmitglieder der DGS, zahlbar während der Tagung
Alle Mahlzeiten auf Schloß Reisensburg, Übernachtung
ebenfalls dort.
Bitte buchen Sie die Übernachtung sofort nach
Erhalt der Anmeldebestätigung beim Tagungsort:
Internationales Institut
für wissenschaftliche Zusammenarbeit
Bürgermeister-Joh.-Müller-Str. 1,
89312 Günzburg
Tel.: (08221) 907-0
Fax: (08221) 907-55
Die Gebühren für Übernachtung und Vollpension
sind während der Tagung zu begleichen.
Anreise:
Autobahn Stuttgart-München, Ausfahrt Günzburg, dann der Ausschilderung folgen
Bahn: Strecke Stuttgart/München, Bahnstation Günzburg + Taxi vom Bahnhof zum
Schloß Reisensburg (kurze Strecke)
Deutsche Gesellschaft für
Suizidprävention -
Hilfe in Lebenskrisen e.V. (DGS)
Namen
und Anschriften der Dozentinnen und Dozenten:
Helmerichs, Jutta, Dr. phil., Leiterin der Koordinierungsstelle Eschede/Einsatznachsorge, Mausfelderstr. 44, 10709 Berlin
Liebermann, Peter, Oberarzt Abtlg. Psychiatrie und Psychotraumatologie, Stiftung
Tannenhof, Ev. Nervenklinik, Remscheider Str. 76, 42899 Remscheid
Müller-Lange, Joachim, Landespfarrer, Vorsitzender Verein SBE (Streßbearbeitung
nach belastenden Ereignissen), CISM-Trainer (zert. ICISF), Akazienstr. 22,
53859 Niederkassel
Nyberg, Elisabeth, Dipl. Psych., Universitätsklinik Freiburg, Abtlg.
Psychiatrie und Psychotherapie, Hauptstr. 5, 79104 Freiburg
Reddemann, Luise, Dr. med., Leitende Ärztin der Klinik für
psychotherapeutische und psychosomatische Medizin, Ev. Johannes Krankenhaus,
Graf-von-Galen Str, 58, 33619 Bielefeld
Felber, Werner, Prof. Dr. med, Psychiater, Klinik für Psychiatrie,
Universitätsklinikum Dresden, Fetscherstr. 74, 01307 Dresden
Freytag, Regula, Dr. rer. nat, Am Langen Feld 10, 31141 Hildesheim
Rachor, Christina, Dr. phil., Soziologin, Weberstr. 81, 60318 Frankfurt/Main
Schramm, Jürgen, Dipl.-Psychologe, Psychotherapeut, Telefonseelsorge Krefeld,
Alte Linner Str. 130, 47799 Krefeld
Stich, Wolfgang, Dipl.- Sozialarbeiter, PSB Klause, Kartäuserstr. 77, 70104
Freiburg
Witte, Michael, Dipl.-Soziologe, Dipl.-Sozialpädagoge, NEUhland. Hilfen f.
suizidgefährdete Kinder und Jugendliche e.V., Nikolsburger Platz 6, 10717
Berlin
> Die Tagung ist als Fortbildung für Ärzte
angemeldet. <
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