Wissenschaftliche Frühjahrstagung der DGS 2007

 

 

„Versorgungssituation von Menschen in suizidalen Krisen".

Suizidprävention in Deutschland und Europa – state of the art“

 

 

Schloß Reisensburg, Günzburg

22. bis 24. März 2007

                       

Wissenschaftliche Frühjahrstagung

 

der ARBEITSGEMEINSSCHAFT ZUR ERFORSCHUNG SUIZIDALEN VERHALTENS, gemeinsam mit der DeutscheN Gesellschaft für Suizidprävention – Hilfe in Lebenskrisen e.V. (DGS), der Abteilung Psychiatrie II der Universität Ulm, Bezirkskrankenhaus Günzburg, und dem Referat Suizidprävention und –forschung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN)

www.suizidprophylaxe.de


Sehr geehrte, liebe Kolleginnen und Kollegen in der Suizidprävention und Krisenintervention,

  Suizidprävention ist in der deutschen und europäischen Gesundheitspolitik angekommen. Das Nationale Suizidpräventionsprogramm (NASPRO) für Deutschland mit seinen zahlreichen Arbeitsgruppen (siehe SUIZIDPROPHYLAXE 2005; 32 (123): 85 – 161), das sog. „Grünbuch“ der EU-Kommission für Gesundheit zur Bedeutung psychischer Gesundheit mit den Oktober 2005 eingeleiteten Konsultationen auf Länderebene und den Zielen Prävention von Suizidmortalität, von Drogenmissbrauch und von depressiven Erkrankungen sind Beispiele dafür.

  Dabei ist die zur Verfügung stehende Datenbasis rudimentär. Erste Versuche vor Jahren, einen Überblick zu in der Suizidprävention/Krisenintervention bei suizidalen Krisen in Deutschland tätigen Einrichtungen zu erhalten, gehen auf die DGS zurück, zum aktuellen Versorgungsstand sind nur punktuell bzw. regionale Daten bekannt.

  Es ist das besondere Anliegen dieser wissenschaftlichen Frühjahrstagung, all das an Kenntnis zusammen zu tragen, was an versorgungsepidemiologischen Daten erreichbar ist. Wir – die Organisationsgruppe – sind allen Referentinnen und Referenten sehr dankbar, dass sie sich dazu bereit erklärt haben, was neben der Datenerhebung und –darstellung auch eine Hinterfragung des eigenen Tätigkeitsprofil bedeuten kann.

  Wir freuen uns, Sie auf Schloß Reisensburg dann begrüßen zu dürfen und hoffe auf eine intensive und ertragreiche Tagung.

 
Die Organisationsgruppe:

  Manfred Wolfersdorf, Bayreuth

Thomas Becker, Günzburg, Ulm

Barbara Schneider, Frankfurt/Main

Georg Fiedler, Hamburg

Programm

 

Donnerstag, 22.03.2007

 

15.00 Uhr          Begrüßung/Eröffnung:           Univ.-Prof. Dr. E. Etzersdorfer, Stuttgart

                                                                           Prof. Dr. M. Wolfersdorf, Bayreuth

                                                                           Prof. Dr. Th. Becker, Günzburg

 

Moderation:      Wolfersdorf M.

 

15.30 Uhr          Schmidtke A: “Entwicklung der Suizidprävention im

                           Bereich der Europäischen Union“

 

16.30 Uhr          Becker Th: „Das Greenbook” der EU: Relevanz für suizidales

                           Verhalten”

 

17.30 Uhr          Kaffeepause

 

Moderation:      Becker Th.

 

18.00 Uhr          Giernalczyk Th, Doll H: „Die Entwicklung der ambulanten Dienste.

                           Der Markt und das Netz am Beispiel der „Arche“, München“

 

18.30 Uhr          Roth-Sackenheim Chr: „Betreuen niedergelassene

                           Psychiater und Psychotherapeuten wirklich Suizidgefährdete?

                           Suizidprävention und Krisenintervention in der Praxis“

 

19.15 Uhr          Abendessen

 

Moderation:      Etzersdorfer E.

 

20.15 Uhr          Abendvortrag Prof. Dr. Kächele H:

                           „Der Schülerselbstmord – Freud revised“

 

 

 

17.30 Uhr          Sitzungstermin der AG Suchterkrankungen des NASPRO

                           (B Schneider)


Freitag, 23.03.2007

 

Moderation:      Giernalczyk Th.

 

9.00 Uhr            Witte M: „Beratungsstellen für Menschen in Krisen in

                           Deutschland. Überblick, Anspruch und Relevanz für die

                           Suizidprävention“

 

9.30 Uhr            Lenzenhuber D: „Psychosoziale Notfallversorgung und

                           –nachsorge des Bayerischen Roten Kreuzes: Sachstand und

                           Entwicklung“

 

10.00 Uhr          Kaffeepause

 

Moderation:      Witte M.

 

10.30 Uhr          Spießl H: „Fachkrankenhäuser für Psychiatrie und

                           Psychotherapie in Deutschland. Beitrag zur Suizidprävention?

                           Ergebnisse aus der BADO“

 

11.00 Uhr          Braun-Scharm H: „Lage der Suizidprävention im Kindes- und

                           Jugendalter“

   

12.00 Uhr          Schmidtke A, Fiedler G: „Das Nationale Suizidpräventions-

                           programm (NaSPro) für Deutschland. Aktueller Stand“

 

13.00 Uhr          Mittagessen

 

Moderation:      Schmidtke A.

 

15.00 Uhr          Puschner B, Becker Th: „Suizidale Phänomene und ihre

                           Auswirkungen in Therapieprozessstudien“

 

15.45 Uhr          Kilian R, Becker Th: „Wie ist die Effektivität von

                           Präventionsmaßnahmen bei Suizidalität. Rentiert sich

                           Suizidprävention gesundheitsökonomisch?“

 

16.30 Uhr          Kaffeepause

 

Freitag, 23.03.2007

 

Moderation:      Schaller S.

 

17.00 Uhr          Lücke M, Fiedler G: „Niedergelassene Ärzte, Psychotherapeuten

                           und der Umgang mit Suizidgefährdeten. Ergebnisse der

                           Hamburg-Studie“

 

17.30 Uhr          Möbius Ch & Fiedler G: „Probleme von Institutionen unter dem

                           Aspekt der Suizidprävention. Ergebnisse einer Studie aus

                           Hamburg“

 

18.00 Uhr          Schefold W, Giernalczyk Th, Glinka J: „Versorgungsstrukturen nach

                           einem Attentat an einer Schule. Ergebnisse einer qualitativen

                           Studie und Überlegungen zu Ebenen eines Krisenmanagements“

 

19.00 Uhr          Abendessen

 

 

20.15 Uhr          AG zur Erforschung suizidalen Verhaltens – Mitgliederversammlung

 

21.00 Uhr          Sitzung der AG Alte Menschen/NASPRO (neuer Forschungsprojekte)

 

Samstag, 24.03.2007

 

Moderation:      Wedler H.

 

9.00 Uhr            Lindner R, Altenhöfer A, Fiedler G: „Warum kommen suizidale alte

                           Menschen nicht in Behandlung?“

 

9.30 Uhr            Schneider B: „Nicht-Inanspruchnahme des suizidpräventiven

                           Hilfssystems durch suizidale Suchtkranke! Welche

                           Konsequenzen ziehen wir daraus?“

 

10.00 Uhr          Schefold W, Giernalczyk Th, Glinka J: „Versorgungsstrukturen nach

                           einem Attentat an einer Schule“

 

10.30 Uhr          Kaffeepause

 

Moderation:      Schneider B.

 

11.00 Uhr          Braun M: „Burnout, Sucht und Suizidalität bei Psychiatern

                           und Psychotherapeuten. Ergebnisse einer Umfrage 2005“

 

11.30 Uhr          Schaller S: „Suizid bei Ärzten. Welche Faktoren spielen eine

                           Rolle?“

 

12.30 Uhr          Abschluss der Tagung, danach Mittagessen

 


Informationen zur Tagung:

 

Veranstalter:

 

Arbeitsgemeinschaft zur Erforschung suizidalen Verhaltens der DGS

www.suizidprophylaxe.de

 

Organisation:

 

Manfred Wolfersdorf, Thomas Becker, Georg Fiedler, Barbara Schneider

 

Veranstaltungsort:

 

Schloß Reisensburg, Günzburg,

Internationales Institut für wissenschaftliche Zusammenarbeit,

Bürgermeister-Joh.-Müller-Str. 1, 89312 Günzburg

 

Anmeldung, Unterkunft

Schloß Reisensburg, Günzburg,

Bürgermeister-Joh.-Müller-Str. 1, 89312 Günzburg

Tel: (08221) 907-0, Fax: (08221) 907-55

(begrenzte Zimmerzahl), ansonsten in Günzburg

 

Information zur Tagung:

Prof. Dr. med. Manfred Wolfersdorf

Bezirkskrankenhaus Bayreuth, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

Nordring 2, 95445 Bayreuth

Tel: (0921) 283-3001, Fax: (0921) 283-3002

e-mail: manfred.wolfersdorf@bezirkskrankenhaus-bayreuth.de

 

Tagungsbeitrag

65.- €, für DGS-Mitglieder 55.- €

(bei der Tagung zu bezahlen)

 

Anreise

Auto: Günzburg ist über die Autobahn A8 (München-Stuttgart), Ausfahrt Günzburg erreichbar (ca. 10 km östlich von Ulm), Schloß Reisensburg ist ausgeschildert.

Bahn: Strecke München-Stuttgart, Bahnstation Günzburg, von dort kurze Strecke mit dem Taxi

 

Wenn Sie Informationen über die AG oder die DGS wünschen: www.suizidprophylaxe.de

 

Wenn Sie Mitglied der DGS werden wollen, wenden Sie sich bitte an:

Geschäftsstelle der DGS (Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention – Hilfe in Lebenskrisen e.V.), 

Geschäftsführer Herr Michael Witte
Nikolsburger Platz 6 
10717 Berlin
Tel: (030) 417 28 39 52, Fax: (030) 417 28 39 59

(Die Mitgliedschaft in der DGS beinhaltet den Bezug der Zeitschrift Suizidprophylaxe)



Referenten (Erstautoren) und Vorsitzende:

  Altenhöfer Astrid, Therapiezentrum für Suizidgefährdete, Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg

  Becker Thomas, Prof. Dr. med., Ordinarius für Psychiatrie, Abteilung Psychiatrie II Universität Ulm, ÄD Bezirkskrankenhaus Günzburg, Ludwig-Heilmeyer-Str. 2, 89312 Günzburg

  Braun Maxi, Dr. med., Universitätsklinikum Ulm, Abteilung Psychiatrie III, Leimgrubenweg 12, 89075 Ulm, e-mail: maxi.braun@uni-ulm.de

  Braun-Scharm, Hellmuth, PD Dr. med., Chefarzt der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie, Virngrund-Klinik Ellwangen, 73479 Ellwangen, e-mail: Braun-Scharm@Virngrund-Klinik.de

  Doll Hans, Die Arche – Suizidprävention und Hilfe in Lebenskrisen e.V., Viktoriastr. 9, 80802 München. hans-doll@gmx.de

  Etzersdorfer Elmar, Univ.-Doz. Dr. med., Psychiater, Psychoanalytiker (WPV, DPV/IPA). Furtbachkrankenhaus, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Furtbachstraße 6, 70178 Stuttgart. etzersdorfer@fbkh.org

  Felber Werner, Prof. Dr. med., Psychiater. Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Fetscherstr. 74, 01307 Dresden.

  Fiedler Georg, Dipl. Psych. Therapiezentrum für Suizidgefährdete, Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg. tzs@uke.uni-hamburg.de

  Giernalczyk Thomas, Prof. Dr. phil, Dipl.-Psych.. Die Arche, Selbstmordverhütung und Hilfe in Lebenskrisen e. V., Viktoriastraße 9, 80803 München.

  Glinka Jürgen, Dr. med. Universität der Bundeswehr München, Fakultät für Pädagogik, 85577 Neubiberg. hans-juergen.glinka@unibw-muenchen.de

  Götze Paul, Prof. Dr. med., Psychiater, Psychoanalytiker (DPV/IPA). Therapiezentrum für Suizidgefährdete, Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg. tzs@uke.uni-hamburg.de

  Kächele Horst, Prof. Dr. med., Psychoanalytiker, Ordinarius für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Leiter der Abteilung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm, Am Hochsträss 8, 89081 Ulm

  Kilian Reinhold, PD Dr. rer. soc. Dipl.-Soz., Abteilung Psychiatrie II Universität Ulm, Ludwig-Heilmeyer-Str. 2, 89312 Günzburg.

  Lenzenhuber Dieter, Dipl.-Ing., Landesfachdienstleiter Psychosoziale Notfallnachsorge, Bayerisches Rotes Kreuz, Bezirksverband Schwaben, Fabrikstr. 2, 86199 Augsburg. dieter.lenzenhuber@gmx.de

Lindner Reinhard, PD Dr. med., Psychiater, Psychoanalytiker. Therapiezentrum für Suizidgefährdete, Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg. tzs@uke.uni-hamburg.de

  Lücke M, Therapiezentrum für Suizidgefährdete, Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg.

  Möbius Christine, Therapiezentrum für Suizidgefährdete, Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg.

  Puschner Bernd,  Dr. phil. Dipl.-Psych., Abteilung Psychiatrie II Universität Ulm, Ludwig-Heilmeyer-Str. 2, 89312 Günzburg. b.puschne@bkh-guenzburg.de

  Roth-Sackenheim Christa, Dr. med., Ärztliche Geschäftsführerin DGPPN, Breite Str. 63, 56626 Andernach. DGPPN@Dr-Roth-Sackenheim.de

  Schaller Sylvia, Dr. phil., Dipl.-Psych.. Universität Mannheim, Otto-Selz-Institut, 68163 Mannheim. Schaller@tpe.uni-mannheim.de

  Schefold Werner, Prof. Dr. Universität der Bundeswehr München, Fakultät für Pädagogik, 85577 Neubiberg. werner.schefold@unibw-muenchen.de

  Schmidtke Armin, Prof. Dr. phil., Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut (VT). Universität Würzburg, Psychiatrische Klinik, Abteilung Klinische Psychologie, Füchsleinstr. 15, 97080 Würzburg.

  Schneider Barbara, PD Dr. med., Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Klinik f. Psychiatrie, Psychosomatik u. Psychotherapie. Heinrich-Hoffmann-Str. 10, 60528 Frankfurt/Main. b.schneider@em.uni-frankfurt.de

  Spießl Hermann, PD Dr. med., Geschäftsf. Oberarzt, Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Universität am Bezirkskrankenhaus Regensburg, Universitätsstr. 84, 93053 Regensburg

  Wedler Hans, Prof. Dr. med., ehem. Ärztlicher Direktor Medizinische Klinik 2, Klinik für Internistische Psychosomatik, Bürgerhospital Stuttgart, Goslarer Str. 115, 70499 Stuttgart. hans.wedler@web.de

  Witte Michael, Dipl. Soziologe, Dipl. Soz. Päd. www.neuhland.de, Hilfen für suizidgefährdete Kinder und Jugendliche e.V., Nikolsburger Platz 6, 10717 Berlin. michael.witte@neuhland.net

  Wolfersdorf Manfred, Prof. Dr. med., Psychiater, Psychotherapeut. Nervenkrankenhaus des Bezirks Oberfranken, Nordring 2, 95445 Bayreuth.

  Tagungsprogramm als PDF-Datei.

 

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