Hans Rost Preisträger

 

 

 

 

Der Hans-Rost-Preis wird jährlich zur Herbsttagung der DGS verliehen, nachdem das Hans-Rost-Preis-Komitee aus vorgeschlagenen Kandidaten den Zustimmungswürdigsten ausgewählt hat; der Präsident der DGS ist jeweils per Akklamation der Vorsitzende des Preis-Komitees. Nachfolgend sind die bisherigen Preisträger mit dem Würdigungstext für ihre Auszeichnung aufgeführt.

 

1988 Schmidtke, Armin, PD Dr. phil., Würzburg, Psychologe und Verhaltenstherapeut, für in den vergangenen 15 Jahren kontinuierlich geleistete Forschungsarbeit vor allem auf dem Gebiet der epidemiologischen Suizidforschung; und

Henseler, Heinz, Prof. Dr. med., Tübingen, für das von ihm entwickelte Konzept der „narzisstischen Krise“ als Erklärungsmodell suizidalen Verhaltens. Regensburg, 30.9.1988

1989 DIE ARCHE, München, für die in nunmehr 20 Jahren kontinuierlich geleistete Hilfe für Suizidgefährdete, in der sie für viele später entstandene Einrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland zum Vorbild geworden ist. Dortmund, 29.9.1989

1991 Wolfersdorf, Manfred, PD Dr. med., Weißenau/Ravensburg, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapeut, für die von ihm langjährig geleistete grundlegende wissenschaftliche Arbeit zur Erforschung der Suizidalität im Psychiatrischen Krankenhaus, verbunden mit einem herausragenden praktischen und organisatorischen Engagement zur Suizidprävention. Hamburg, 2.9.1991

1993 Heinrich, Michel, Dr. med., Stuttgart, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, in Würdigung seiner herausragenden Verdienste auf dem Gebiet der Suizidprävention und für sein beispielhaftes und initiatives Praktizieren einer berufsübergreifenden Kooperationskultur im Dienste einer verbesserten Hilfe für suizidgefährdete Menschen in Krisen; und

Arbeitskreis Leben / Tübingen,  von Michel Heinrich gegründet. Dresden, 23.9.93. Laudatio: Hans Wedler

1995 Kind, Jürgen, Dr. med., Göttingen, Arzt f. Psychiat., Psychoanalytiker, für seine neuen Ansätze zum Verständnis, zur Diagnostik und zur Behandlung suizidaler Patienten. Seine wissenschaftliche Leistung liegt vor allem in der Entwicklung neuer und weiterführender Positionen zur Deutung menschlicher Suizidalität als Ausdruck gestörter frühkindlicher Objektbeziehungen und zum Erkennen spezifischer Übertragungsmuster. Seine qualitativ-psychoanalytische Forschungsstrategie bildet eine konstruktive Ausgangsmöglichkeit für die Planung weiterer, auch quantitativer Forschung. Schwerin, 1.10.1995. Laudatio: Manfred Wolfersdorf

1996 Telefonseelsorge Berlin e.V., in Würdigung einer hervorragenden Leistung auf dem Gebiet praktischer Suizidprävention. Die TS Berlin hat als Erste wesentliche Elemente der künftigen Arbeit der TS in Deutschland entwickelt und in Kooperation von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern in beispielhafter Kontinuität bis heute richtungweisend erprobt und ausgebaut. Berlin, 6.10.96. Laudatio: Jürgen Kind

1997 Felber, Werner, Prof. Dr. med., Dresden, in Anerkennung seiner herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Suizidprävention, die in engem Zusammenhang mit der von ihm auch unter den schwierigen Bedingungen vor der Wende geleiteten Suizidentenbetreuung entstanden sind und deren Praxis entscheidend beeinflußt haben. Krefeld, 5.10.1997. Laudatio: Michael Witte

1998  Witte, Michael, Dipl.-Soziol., Berlin, in Würdigung seiner herausragenden innovativen und konstanten Verdienste um suizidgefährdete Kinder und Jugendliche durch den Ausbau der modellhaften Beratungsstelle NEUhland, durch die richtungsweisende Konstruktion flächendeckender Krisenhilfe in Berlin und durch die fruchtbringenden theoretischen Auswertungen seiner Erfahrungen. Würzburg, 20.11.98. Laudatio: Werner Felber

1999  Wedler, Hans, Prof. Dr. med, Stuttgart, Internist und Psychotherapeut, in Würdigung seiner herausragenden Verdienste um die modellhafte Behandlung von Suizidpatienten in der Allgemein- bzw. internen Medizin, seines umfangreichen wissenschaftlichen Werkes zur Suizidprophylaxe, seiner langjährigen prägenden Vorstandsarbeit in der DGS mit internationaler Ausstrahlung und (vor allem) seiner 25-jährigen (Mit-)Herausgeberschaft von nunmehr 100 Heften der „Suizidprophylaxe“, dem Fach- und Mitteilungsblatt der DGS. Bayreuth, 08.10.1999. Laudatio: Michael Witte

2000  Götze, Paul, Prof. Dr. med., Hamburg, Psychiater und Psychoanalytiker, Hamburg, in Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste um die Schaffung eines in Deutschland einmaligen Modells einer psychoanalytischen Kriseninterventionseinrichtung und eines beispielhaft engagierten Teams zu dessen praktischer und wissenschaftlicher Verwirklichung. Hannover, 6.10.2000. Laudatio: Hans Wedler

2001  Finzen, Asmus, Prof. Dr. med., Psychiater, Basel, in Anerkennung seiner hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen zur Suizidprophylaxe bei psychischen Störungen und zum stationären Patientensuizid, seiner besonderen Verdienste um die Öffentlichkeitsarbeit in den Medien sowie seiner beispielhaft engagierten praktischen Tätigkeit in Deutschland (DGS) und in der Schweiz (SGKS). Chemnitz, 28.09.2001. Laudatio: Werner Felber

2002  AGUS e.V – Angehörige um Suizid, Bayreuth, in Anerkennung ihrer hervorragenden Verdienste um eine in Deutschland erstmalige Organisation einer Selbsthilfe für betroffene Angehörige nach Suizid und eines beispielhaft engagierten Teams zu dessen langjähriger praktischer Verwirklichung. Würzburg, den 25.10.2002. Laudatio: Manfred Wolfersdorf, Werner Felber

2003  Schaller, Sylvia, Dr. phil. Dipl.-Psychol., Mannheim, in Anerkennung ihrer hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen zur Suizidprophylaxe bei psychischen Störungen, insbes. psychologischen und epidemiologischen Grundlagen, ihrer besonderen Verdienste um die Öffentlichkeitsarbeit in den Medien sowie ihrer beispielhaft engagierten praktischen Tätigkeit in Deutschland (DGS). Salzburg, den 17.10.2003. Laudatio: Werner Felber

2004  Nationales Suizid-Präventionsprogramm (NaSPro). Bonn, den 24.09.2004. Laudatio: Sylvia Schaller

 

 

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