Die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention – Hilfe in Lebenskrisen e. V. (DGS)

 

Die GS ist die Dachgesellschaft für alle Einrichtungen und Personen, die sich 


 

Die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention – Hilfe in Lebenskrisen (DGS) versteht sich als Fachverband mit spezifischer Ausrichtung im Bereich der Suizidologie und Suizidprävention, unter deren Dach sich Institutionen und Einzelpersonen aus den verschiedensten Disziplinen zusammengeschlossen haben, welche die Ziele der DGS zu ihrer eigenen Aufgabe machen wollen.

Seit ihrer Gründung 1972 hat sich die DGS der Aufgabe gestellt, suizidgefährdete Menschen nicht länger sich selbst und einem sie ausgrenzenden Vorurteil der Umwelt zu überlassen und nachhaltig dazu beizutragen, die Phänomene des suizidalen Verhaltens und des Suizid besser zu verstehen und realitätsgerechte Ansätze für wirksame Suizidprävention und Krisenintervention zu finden.

Nach den Statistiken der letzten Jahre nehmen sich monatlich etwa 1 000 Menschen das Leben, das sind etwa ein Viertel mehr, als durch den Verkehr umkommen. Bedenkt man, welch immense Aufwendungen zur Verkehrssicherheit unternommen werden, so unterstreichen diese Fakten die Notwendigkeit, auf dem Gebiet der Suizidprävention tätig zu werden.

Um ihre Ziele zu verwirklichen,

  • wird von der DGS zum Aufbau neuer Einrichtungen und Arbeitskreise motiviert und bei deren Konzeptualisierung und Finanzierung beraten. Die DGS selbst betreibt jedoch keine eigenen Einrichtungen zur Krisenintervention und Suizidprävention.

  • Für die Mitarbeitenden in den verschiedenen Kriseninterventionseinrichtungen werden vielfältige Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten angeboten, um sie für die Arbeit mit Suizidgefährdeten zu stärken und fachlich bestmöglich vorzubereiten.

  • Beispielsweise veranstaltet die DGS im Wechsel mit der AG zur Erforschung suizidalen Verhaltens jährlich eine wissenschaftliche Frühjahrstagung – meistens auf Schloß Reisensburg bei Günzburg – und

  • organisieren Mitgliedsorganisationen im Herbst die Jahrestagungen der DGS als Fach- und Fortbildungstagung an wechselnden Orten. Im Rahmen beider Tagungen werden sowohl praktische wie auch wissenschaftliche Gesichtspunkte der Suizidprävention und der Erforschung suizidaler Verhaltensweisen interdisziplinär erörtert.

  • Darüber hinaus hat die DGS zur Unterstützung der Praxis im ambulanten als auch klinischen Bereich Leitlinien zur Organisation von Krisenintervention und Suizidprävention" herausgegeben. Außerdem wurden Leitlinien für die  Berichterstattung über Suizide in den Medien erarbeitet. 

  • Langjährig erfolgreich arbeitet die „Arbeitsgemeinschaft zur Erforschung suizidalen Verhaltens“, aus der sich auch der wissenschaftliche Beirat des DGS-Vorstandes rekrutiert.

  • 1974 wurde die Suizidprophylaxe als Fachzeitschrift der DGS gegründet. Sie dient als Diskussionsforum für die – oft erstmalige – Veröffentlichung von Ergebnissen der Suizidforschung, für Erfahrungsberichte aus der Praxis, Erlebnisberichte von Betroffenen, Berichte von Tagungen und Mitteilungen der DGS für ihre Mitglieder. Die Zeitschrift verfügt über einen wissenschaftlichen Beirat, der die wissenschaftlichen Arbeiten begutachtet. Die Zeitschrift ist derzeit bei Excerpta Medica und Psyndex gelistet und findet außer dem engeren Kreis der DGS -Mitglieder, welche die Zeitschrift im Rahmen ihrer Mitgliedschaft bekommen, noch viele andere Leserinnen und Leser.

  • Seit 1988 verleiht die DGS den Hans-ROST-Preis an Personen oder Einrichtungen für eine besonders herausragende wissenschaftliche oder praktische Leistung auf dem Gebiet der Suizidforschung oder Suizidprävention.

  • Auf internationaler Ebene ist die DGS mit ähnlich arbeitenden Gesellschaften und Institutionen vernetzt, so vor allem durch Mitgliedschaft mit der International Association for Suicide Prevention and Crisis Intervention (IASP).

Satzung der DGS


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